Drahtgebunden

Drahtgebundenes Fernmeldenetz der Deutschen Post

Grundlage für die drahtgebundene militärische Nachrichtenübertragungen war das vorhandenen Netz der Post, ein veraltetes Netz, welches zum großen Teil aus Zeiten vor dem 2. WK stammte. Die NVA und die anderen bewaffnete Organe benötigte für Ihre Aufgabenerfüllung Leitungen und Kabel, diese wurden oft bei der Post angemietet und von den bewaffneten Organen für militärische Belange genutzt. Je nach wirtschaftlichen Möglichkeiten wurde dieses Netz durch die Post ausgebaut, modernisiert und erweitert und stand meist vorrangig für die unterschiedlichsten militärischen Belange zur Verfügung. Es wurde im laufe der Jahre ein maschenähnliches Netz aufgebaut und betrieben welches die DDR telefontechnisch überspannte. Grundlage für diese Struktur war der Beschluss des NVR bei der Sitzung vom 07.09.1979 über drei operative Haupttrassen Ost - West und eine Rochade Nord - Süd im Fernmeldekabelnetz der DDR zu schaffen und darin 15 neue Übertragungsstellen bis 1985 fertig zu stellen.

Haupttrassen West - Ost

 

Rochaden Nord - Süd

 

Maschen

Nord

 

West

 

Anklam - Gransee

Mecklenburg

 

Mitte

 

Osterburg - Halberstadt

Berlin - Nord

 

Ost

 

Leipzig - Sangerhausen

Berlin - Süd

 

Oder - Neiße

 

Leipzig - Gera

Elbe

 

 

 

Cottbus - Elsterwerda

Süd

 

 

 

Halle - Gera

 

 

 

 

Gera - Suhl

 

 

 

 

Herzberg - Karl-Marx-Stadt

 

 

 

 

Biesenthal - Brandenburg

 

 

 

 

Strausberg - Frankfurt (O)

 

 

 

 

Potsdam - Finsterwalde

Die Entwicklung des Fernmeldenetzes auf dem Territorium der DDR basiert auf dem Stand in den 60 - er Jahren. Dabei bildet die Basis für das staatliche Fernmeldenetz, was in den Nachkriegsjahren geschaffen wurde. Es war das „Grundnetz des staatlichen Nachrichtenwesens“ und wurde mit GSN bezeichnet. Es war ein flächendeckendes, gitterförmiges Kabelnetz, bestehend aus der in der Tabelle benannten Richtungen. Die Kreuzungspunkte der Kabeltrassen sollten mit unterirdischen Bauwerken versehen und geschützt errichtet werden. Verantwortlich dafür zeichnete die Zentrale Nachrichtenkommandantur ( ZNK ) im Ministerium für Post- und Fernmeldewesen ( MPF ).
Wo die Post und die Bahn nicht verfügbar war wurde durch NVA Eigene Kabel die notwendige Grundlage geschaffen. An Schnittpunkten gab es systemübergreifende Verknüpfungen, deshalb waren auch die Leitungsbezeichnungen an das Postsystem angelehnt.

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